Warum zuckerfrei? – Teil 2: Der Blutzuckerspiegel, warum Zucker dick macht und die Fettverbrennung hemmt.

Wenn wir raffinierten Haushaltszucker oder Weißmehlprodukte essen steigt der Blutzuckerspiegel (wegen dem Mangel an Ballast- und Mineralstoffen) viel zu schnell und zu hoch an. Ein zu hoher Blutspiegelspiegel ist jedoch bekanntlich äusserst gesundheitsgefährdend – daher schüttet die Bauchspeicheldrüse rasch Insulin aus um das Problem eiligst zu beheben! Das Insulin soll den Zucker raus aus dem Blut zu den Zellen transportieren wo der Zucker dann in Energie umgewandelt werden kann.

Leider wird jedoch nur genau so viel Zucker in den Zellen „verbrannt“, wie der Körper „jetzt“ gerade benötigt. Der Überschuss wird nun zu einem kleinen Teil als Glykogen in der Leber (falls dieser Speicher nicht bereits (oder noch) gefüllt ist), oft zum größten Teil jedoch als Fett in unseren Fettdepots gelagert.
Die Folge der eiligen Insulinausschüttung ist nun aber, dass viele danach einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel haben.
Die Symptome für einen niedrigen Blutzuckerspiegel können sehr unterschiedlich sein. Von Herzklopfen, schneller Puls, Zittern, Kopfschmerzen, Nervosität, Konzentrationsstörungen, Gereiztheit, Stimmungsschwankungen und vor allem: Heißhungerattacken.
Wir essen also einen zuckerhaltigen Schokoriegel, ein Teilchen, ein weißes Brötchen. Der enthaltene raffinierte Zucker schiesst ungebremst in unser Blut, der Blutzuckerspiegel in die Höhe. Insulin wird ausgeschüttet, der Blutzucker sinkt, wir nehmen Symptome der Unterzuckerung wahr, trinken nun eine zuckerhaltige Limo, fühlen uns gleich viel besser, der Blutzuckerspiegel schießt wieder hoch, wir fühlen uns fit. Insulin wird daraufhin ausgeschüttet, der Blutzucker sinkt…und wir laufen Gefahr in einen Teufelskreis zu geraten!
Vollwertige Kohlenhydrate, wie z.B. Kokosblütenzucker, lassen den Blutzucker weniger, langsamer und gleichmäßiger ansteigen, es folgt demnach keine Unterzuckerung, wir sind länger satt, der Heisshunger bleibt aus und die Energie kann über einen längeren Zeitraum genutzt werden anstatt das der Körper den Zucker gleich in Fett umwandelt und einlagert.

Was passiert nun mit dem eingelagertem Glykogen und dem Fett?
Der Körper kann diese wieder als Energie nutzen, vorausgesetzt er benötigt sie. Dazu wird das Hormon Glukagon gebraucht. Glukagon wird jedoch natürlich grundsätzlich nie ausgeschüttet solange Insulin im Blut ist. Denn Insulin im Blut bedeutet ja, dass erst einmal (oft mehr als) genug Zucker da ist und es daher nicht nötig ist um Reserven zu verbrauchen. Solange wir also regelmäßig zuckerhaltige Snacks essen bzw. Zuckerhaltiges trinken und so ständig Insulin im Blut haben, wird es sehr schwierig um gespeichertes Fett zu verbrennen.
Demnach hat also nicht vor allem der Kaloriengehalt, sondern die Auswahl und Qualität unserer Lebensmittel einen Einfluss darauf ob wir zu- oder abnehmen.
Natürlich neben ausreichend Bewegung 🙂

(Längerfristige Folgen starker Blutzuckerschwankungen durch hohen Zuckerkonsum können neben Übergewicht aber auch eine Insulinresistenz (Diabetes Typ 2) mit ernsten Folgen wie Gefässerkrankungen sowie Schäden an Nieren, Nerven, Augen usw. sein)

*mit zuckerfrei meinen wir frei von raffiniertem Haushaltszucker – aber auch andere isolierte Kohlenhydrate, wie z.B. Weißmehl sollten gemieden werden.
Naturbelassene Produkte welche von Natur aus Zucker erhalten, wie Früchte, oder gesunde Alternativen wie Kokosblütenzucker können selbstverständlich in eine zuckerfreie Ernährungsweise integriert sein.

Leave a Reply